Roos-Weg

Der Roos-Weg ist einer von vielen Wander-, Rad- und Autowegen in Baden-Württemberg. Er legt eine Spur der Geschichte durch die regionale Gegenwart, vermittelt die sinnlich erfahrbare Distanz und physische Mühe, die es kostet, eine Stadt zu verlassen und die Andere zu erreichen. Der Roos-Weg ist ein Projekt, eine Spur, die sich verändert und weiter entwickelt. Wir eilen - wie Roos - und erfinden neue, kurze Wege, wir verweilen und geben uns den Gedanken, dem Tag hin, entdecken neue Orte, lesen Landschaften und versehen sie mit eigenen Bildern.

Der „Roos-Weg“ verbindet Orte in Baden-Württemberg, an denen Magnus Friedrich Roos lebte und wirkte. Er durchquert sozusagen in einigen Zickzack-Linien das „Ländle“ von West nach Ost und verbindet so den Schwarzwald mit der Ostalb und den Neckar über den Blautopf mit der Brenz.

Neben einer bekannten Weltkulturstätte, der Landeshauptstadt, einer Universitätsstadt, einer ehemaligen und einer heute noch existierenden evangelischen Klosterschule sind es Orte von besonderer Bedeutung oder einfach nur schöne idyllische Flecken unseres Landes die der Roos-Weg beschreibt: Sulz a.N., Rosenfeld, Blaubeuren, Bebenhausen, Tübingen, Derendingen, Calw, Owen, Stuttgart, Göppingen, Lustnau mit Bebenhausen, und schließlich das ehemalige Kloster Anhausen an der Brenz

„...dem Himmel nah“ - wollte Magnus Friedrich Roos (1727 - 1803) sein ganzes Leben lang sein. Dass er mehr als 200 Jahre nach seinem Tod immer noch im "Ländle" bekannt ist, kommt nicht von ungefähr: Als Prälat und Landtagsabgeordneter schrieb er über 50 christliche Bücher. Sie wurden auch ins Schwedische, Niederländische, Französische und Englische übersetzt und werden bis heute noch gelesen.„…dem Himmel nah“ wollte er sein - und seine Leser auch.

Gehen wir mit ihm ein Stück des Weges „...dem Himmel nah“ . 2016 machen wir die erste Etappe von Sulz nach Rosenfeld.

12 Etappen verbinden am Ende alle Lebensstationen miteinander.

Der Roos-Weg wurde initiiert vom Förderverein Freundeskreis Prälat Magnus Friedrich Roos e.V.

Als Kartenmaterial dient uns "openstreetmap".

Die erste Etappe von Sulz a.N. Nach Rosenfeld

Start: Sonnenstr. 13/1 in 72172 Sulz a.N.

Das Geburtshaus von Magnus Friedrich Roos ist auch das Gebäude des ehemaligen Pfleghofverwalters des Klosters Alpirsbach und soll um 1500 erbaut worden sein. Somit ist es eines der ältesten Gebäude von Sulz. Mit der Rückseite steht es auf der Stadtmauer. Das Wappen des Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg (1693-1733) ist über dem Eingangs-Portal später angebracht worden als typisches Zeugnis des barocken Repräsentationsbedürfnisses. Neben dem Wappen steht" EHZW", was bedeutet: Eberhard Ludwig Herzog zu Württemberg (oder: Er hat zwei Weiber). 1794 entging das Gebäude mit 8 anderen Häusern nur knapp der Feuersbrunst, der nahezu die gesamte Stadt zum Opfer fiel. Es ist Teil des Historischen Stadtrundganges von Sulz.

Auf einer Gedenktafel der Gemeinde Sulz, seitlich angebracht an der Wand des Nachbargebäudes, wird an Magnus Friedrich Roos erinnert. Auf der Homepage von Sulz wird er als „Berühmter Sulzer“ gewürdigt.

Mit dem Rücken zum Geburtshaus sehen wir vor uns die Stadtkirche, in der Magnus Friedrich Roos von Dekan Johann Christoph Berg getauft wurde. Er gab ihm den Taufspruch mit auf den Weg "Magnus Friedrich, kleiner Roos, werde durch die Gnade groß." Dieser Segensspruch sollte sich in seinem späteren Leben auf wunderbare Weise erfüllen. 1740 wurde er von Stadtpfarrer Martin Ludwig Neuffer konfirmiert. Magnus Friedrich Roos schrieb selbst „…Am Sonntag Quasimodo Geniti 1740 wurde ich zu Sulz nebst anderen Kindern konfirmiert, und sogleich am nächstfolgenden Tage von meinem sel. Vater nach Rosenfeld geführt, um des dortigen Herrn Stadtpfarrers M. Johann Jakob Flatt Kostgänger und Schüler zu sein.“ Der damalige Fußmarsch von Vater und Sohn 1740 ist unsere erste Etappe des Roos-Wegs. Welchen Weg die beiden genau nahmen, ob sie Rast machten und wie lange sie unterwegs waren, dürfen wir nur vermuten. In Rosenfeld blieb Magnus Friedrich Roos bis zum Herbst desselbigen Jahres, um dann in die Klosterschule Blaubeuren zu gehen.

Seit 2005 steht im Chor der Stadtkirche sein Epitaph, das sich ursprünglich in der Winterkirche des ehemaligen Klosters Anhausen/Brenz befand, dort wirkte er fast 20 Jahre als Prälat. So ist Magnus Friedrich Roos an seinen Geburtsort zurückgekehrt.

Der Wanderweg

ist 15,3 km lang und dauert ca. 4 Stunden.

Der Fahrradweg

ist 15,3 km lang und dauert ca. 55 Minuten.

Der Autoweg

ist 16,4 km lang und dauert ca.16 Minuten über die L 409.

Ziel: Mömpelgardgasse 26 in 72348 Rosenfeld

Das Gebäude steht direkt bei der Kirche. Zu Zeiten von Magnus Friedrich Roos war es das Pfarrhaus. Magnus Friedrich Roos wohnte hier und verbrachte viel Zeit zum Studieren der alten Sprachen mit dem Pfarrer Flatt. Heute ist es das evangelische Gemeindehaus. In älteren Fotographien ist es als verputztes Fachwerkhaus zu sehen, heute wird überlegt, wie das Gebäude später aussehen soll (aus Denkmal- und Gebäudesicherungsgründen).

"Die zweite Etappe von Rosenfeld nach Blaubeuren"

1. als Wanderweg
OpenStreetMap Klosterhof 2, 89143 Blaubeuren
 
2. als Fahrradweg
OpenStreetMap Klosterhof 2, 89143 Blaubeuren
 
3. als Autostraße
OpenStreetMap Klosterhof 2, 89143 Blaubeuren
 
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29.1.2017