13.09.2026

Gott hat Seinen Sohn für uns alle dahin gegeben: wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen?

Röm. 8,32.33. Nachdem Paulus in den vorhergehenden Worten die große Huld Gottes gegen die Auserwählten, und Seine Bereitwilligkeit, ihnen Alles zu schenken, gepriesen hatte, so erinnerte er sich, daß sie Sünder seien, und deßhalb eine große Anklage bei dem allerhöchsten göttlichen Gericht wider sie eingebracht werden könnte, eine Anklage, welche die Huld Gottes von ihnen abwenden, und Seine heilsamen Schenkungen von ihnen ableiten könnte. Allein er war auch hierüber gutes Muths, und sagte: Gott hat Seinen eigenen Sohn für uns Alle dahin gegeben: wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gleichwie Paulus durch die Frage: Paulus durch die Frage: wer mag wider uns sein? nicht hat andeuten wollen, daß Niemand wider uns sei, sondern, daß Niemand mit Recht und mit Erreichung seiner Absicht wider uns sein könne, also hat er auch durch die Frage: wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? angezeigt, daß Niemand diese so bei dem höchsten göttlichen Gericht oder auch in ihrem Gewissen belangen könne, daß er mit seiner Anklage durchdringe. Paulus wußte wohl, daß der große Drache, die alte Schlange, welche der Teufel und Satanas (Verleumder und Widersacher) heißt, sein und seiner Brüder Verkläger sei, der sie Tag und Nacht bei Gott verklage. Auch wurden er und seine Brüder von Vielen auf Erden der Heuchelei, Ketzerei und vieler bösen Tücke so beschuldiget, daß ihre Widersacher immer meinten, Gott selber werde jene für schuldig erkennen; wie es auch noch heutiges Tags geht. Allein, obschon Paulus dieses Alles wußte, so sagte er doch: wer will die Auserwählten Gottes (mit Recht und so, daß er bei Gott Gehör finde) beschuldigen? Niemand weder in der sichtbaren noch in der unsichtbaren Welt kann solches thun? Warum? Weil Gott Seinen Sohn für uns Alle dahin gegeben hat. Die erstaunliche Probe der Liebe, die Gott durch diese Hingabe Seines Sohnes abgelegt hat, sollte freilich alle Ankläger schüchtern machen, wie jene, deren 1 Makk. 10,64. Meldung geschieht. Der Teufel aber ist unverschämt, und seine Anhänger auch. Sie wagen es doch, die Auserwählten zu verklagen, weil sie wissen, daß sie Sünder seien. Allein die Hingabe des Sohnes Gottes in den Tod, Offenb. 12,11. Die Engel des Lichts, und die Menschen, die Licht genug haben, die Hingabe des Sohnes Gottes für die Auserwählten zu verstehen, verklagen diese niemals deßwegen, weil sie Sünder sind. Nur müssen die Auserwählten auch aus den Werken, wie Jakobus sagt, gerechtfertigt, das ist, als Leute, die wahrhaftig an Jesum glauben, erkannt werden. Zu diesem Ende aber wird ihnen mit Jesu auch Sein Geist geschenkt. Mel.: HErr Jesu Christ, mein’s Lebens etc. 1.
Ihr, deren Herz vom Geiste glüht,
Kommt, singt der Liebe Wunderlied,
Von Jesu singt, denn Gott gab Ihn,
Den Sohn der Liebe, selbst dahin. 2.
Für Alle, die wir Sünder sind,
Wo Gott nichts Liebenswürdig’s find’t;
Für uns, da Ihm es nichts benähm’,
Wenn auch kein Mensch zum Himmel käm’. 3.
Er gab Ihn in den Kreuzestod
Für uns, weil uns Sein Zorn gedroht;
Da Er doch Sohn und selig blieb’,
Wenn schon Gott uns zur Hölle trieb’. 4.
Hier schließt die Liebe Keinen aus
Von Adams ganzem Sünderhaus;
Für Alle, wer nur Glauben hat,
Gab Gott den Sohn an uns’rer Statt. 5.
Wir sind erwählt, wir haben Huld,
Wer legt auf uns noch eine Schuld?
Will Gott mit uns zufrieden sein,
Wer wendet was dagegen ein? 6.
Du unerforschte Liebe Du,
Richt’ zu dem Lied das Herz uns zu,
Wo man der Liebe Lob besingt,
Daß es durch alle Himmel klingt!